Der Eierflug Projekt Teamspiel von Maria Lahmann Foto eines erfolgreichen Flugobjektes

Zwischen Zoff und Zukunft – Wie ein Produktionsbetrieb den Wandel meistert!

Veränderung der Kommunikation im Team als wertvoller Hebel der Zukunftsgestaltung als moderner Produktionsbetrieb.

Als ich den traditionsreichen Produktionsbetrieb betrat, spürte ich eine leichte, latente Spannung. Die junge Geschäftsführung wollte eine moderne Unternehmenskultur etablieren – mehr Eigenverantwortung, flachere Hierarchien, wertschätzende Kommunikation. Doch die Mitarbeitenden waren, als Folge langjähriger starrer Hierarchien und wenig Mitsprachementalität, unsicher und gespalten.
„Früher war klar, dass wir nicht mitreden, sondern Anweisungen auszuführen haben.“ erzählte Herr W., 59, Produktionsleiter. „Jetzt soll plötzlich jeder mitreden. Was heißt das überhaupt und wie soll das gehen im Alltag?“
Ein jüngerer Kollege, nennen wir ihn X, sah es völlig anders: „Wir wollen Neues ausprobieren, aber ständig heißt es: ‚Das geht nicht, da sind unsere Kollegen in der Produktion überfordert. Wie sollen wir uns da weiterentwickeln?“

Mir war klar: Hier ging es nicht um Methoden, sondern um Haltung. Veränderung fühlte sich für die einen nach Kontrollverlust an, für die anderen nach Stillstand.

Brücken bauen statt Gräben vertiefen, hieß es.

Ich setzte auf gemeinsame Entwicklung der Unternehmensvision, die Stärkung des Selbstbildes und des Selbstbewusstseins, direkte Gespräche und AUfbau des Vertrauens und ehrlicher Verständigung – nicht nur in Meetings, sondern dort, wo der Alltag stattfand.

Dazu gehörte:

Erfahrung sichtbar machen: Die älteren Mitarbeitenden teilten ihre bewährten Methoden und die jüngeren Kollegen erkannten den Wert dahinter.

Rollen klären: Wir definierten gemeinsame Verantwortung, sodass niemand sich übergangen fühlte.
Verständnis füreinander stärken: Durch die Kenntnis und den Einsatz verständlicher Persönlichkeitsmodelle und der intensiven Betrachtung der Generationen (von Babyboomer bis Generation Alpha) wuchsen gegenseitige Akzeptanz und Wertschätzung ebenso wie kreatives Um- und Neudenken altbewährter Prozesse.

Kommunikation lebendig gestalten: Morgenrunden, Kommunikationstrainings und Einzelcoachings unterstützten den direkten, wertschätzenden Austausch und die Konzentration auf „den Kern der Sache“.

Widerstand mit Humor nehmen: Teamspiele und Konfliktüberhöhung, durch bewusst zugespitzte und überzeichnete Betrachtung der Sachverhalte, halfen beim Abbau von Vorurteilen und Missverständnissen.

Nach wenigen Monaten begann etwas Wunderbares: Die einbezogenen Kollegen näherten sich an, begannen sich als wertvollen Teil einer Fortentwicklung zu sehen. Herr W. spürte die Kraft und die Dynamik des angeschobenen Prozesses, Kollege X nahm den Wert der Erfahrung der älteren Kollegen wahr und schätzte die Bedeutung für ihre Arbeit. Die Geschäftsführung machte zur Strategie, dass Wandel nicht bedeutet, das Alte zu verwerfen, sondern Neues mit Bewährtem zu verbinden.
New Work, mittlerweile Future Work, ist kein Konzept – es ist eine Haltung. Es geht darum, Brücken zu bauen zwischen Generationen, mehr noch zwischen gestern und morgen. Und genau dabei konnte und kann ich auch zukünftig immer mehr Kollegen im Unternehmen begleiten.

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